Martin Fausel, „Das Gemalte ohne Seele allein gelassen kann ich nicht annehmen.“ Stubengesellschaft - Kunstverein.

Es wird vielleicht überraschen, dass bei Martin Fausel ein gegenständlicher Bezug den Bildanfang setzt. Das kann ein Gesicht sein, genauso wie ein Strandmotiv, ein Boot, eine gekräuselte, ein andermal eine glatte Wasseroberfläche oder ganz konkret eine Wasserfontäne, wie wir sie von der Uferpromenade am Bodensee in Friedrichshafen kennen.
02.08.2025
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02.11.2025

In einem höchst komplexen Malprozess überlagert und überschichtet der Künstler Schritt für Schritt das ursprüngliche Motiv, das einerseits immer gegenwärtig, andererseits bis zu einem äußerst hohen Abstraktionsgrad unter den Schichten verschwindet aber dennoch stets erahnbar bleibt. Auf diese Weise entstehen malerische Psychogramme, die irgendwie auch an vielschichtige und doch undurchdringliche Röntgenbilder erinnern, rätselhafte Arbeiten, die mit ihren unterlegten gegenständlichen Strukturen wie stille Projektionsflächen eine innere Bewegung zum Ausdruck bringen, aber auch eine solche auslösen. Zeit und Zeitlichkeit spielen eine entscheidende Rolle.

Prof. Martin Oswald

Hochformatige Arbeit mit einer zentralen ovalen Form aus dichten grauen und schwarzen Linien auf rosa Grund.
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